Unser Schwedenhaus – wie aus Einzelteilen ein Ganzes wird…

Heute vor genau 2 Monaten haben wir die erste Begegnung mit unserem zukünftigen Zuhause gehabt. Über ein Jahr nur Theorie und plötzlich steht unser Schwedenhaus auf der grünen Wiese!  

Wie schnell der Bau unseres Holzhauses vonstatten ging, möchte ich Euch heute mal berichten und per beweglichem Bildmaterial veranschaulichen.

Es ist wirklich unglaublich, wie viele schlaflose Nächte einen im Vorfeld eines Hausbaus so begleiten. Immer wieder wird überlegt, ob man an alles gedacht hat und unzählige Male stellt man sich vor, wie es aussehen wird.

Welche Gedanken wir uns vorab zu unserem Grundriss gemacht haben und wie eine Bauauflage das Aussehen unseres Hauses positiv beeinflusst hat, könnt Ihr in einem meiner vorherigen Posts nachlesen.
Da war noch alles Theorie…

Aber am 3. Juli 2017, war es für uns dann soweit. Nach ca. 14-monatiger Planung aus dem Ausland, einem Blitzbesuch in Schweden im Sommer 2016 und knapp 22-stündiger Anreise aus Mexiko, standen wir vor unserem Schwedenhaus und bereits 2 Tage später fühlte es sich schon an, als wäre es das Normalste auf der Welt.

Unser Haus – als hätte es schon immer dort gestanden.

Wobei ganz so selbstverständlich war es dann doch nicht.
Bei den vielen Baustellenan- und abfahrten die wir während unserer gut 3 Wochen Aufenthalt in Deutschland hatten, haben wir uns doch immer ziemlich den Hals ausgerenkt: Wer sieht es als Erster, wie lange ist es bei der Abfahrt noch zu sehen… Das große Weiße da! Das ist jetzt unseres!!

So lange die Planung dauerte, der Aufbau jedoch ging richtig fix.
In nur 5 Tagen wurde das komplette Haus aufgestellt und theoretisch könnte man bereits innerhalb von 3 Monaten einziehen!
Theoretisch… wenn man nicht noch ein weiteres Jahr in Mexiko leben würde!

Bis jedoch die großen LKWs mit den Einzelteilen des Hauses aus Schweden anrollen können, muss natürlich erst die Bodenplatte erstellt werden.

Wir entschieden uns für eine Thermobodenplatte – eine sogenannte Schwedenplatte. Diese hat die Fußbodenheizung gleich mit drin und spart so langfristig Energiekosten. Die Arbeiten hierzu und auch die der beiden anderen Fundamente für die geplanten Nebengebäude, wurden Mitte Mai erledigt. 

Anschließend kam das Gerüst. Das sah erst mal etwas eigenartig aus, so ganz ohne Haus, macht aber Sinn… Und wenn dieses erst mal steht, fängt bei den Bauherren die Pulsfrequenz an zu steigen.

Wirklich! Wir waren ganz schön aufgeregt! 

Am Montag, den 12. Juni um 7 Uhr rollte dann der erste von fünf LKWs aus Schweden an! Das muss ein besonderer Moment sein, wenn man ihn live miterleben darf. Wir jedoch lagen zu dem Zeitpunkt in unseren Betten, denn in Mexiko war es Nacht!

Jeden Morgen direkt nach dem Aufwachen ging der erste Handgriff daher zum Handy: Fotos und Nachrichten von der Baustelle checken! Das mal bloß alles gut geht!!

Meine Schwiegereltern waren täglich vor Ort und gingen den Handwerkern sicher auch etwas auf den Wecker mit den vielen Aufnahmen und der Berichterstattung. Aber was muss das muss! Schließlich waren wir neugierig ohne Ende!
Und jeden Morgen ein Stück mehr wahrgewordenen Traum auf Fotos bestaunen zu können, war schon toll!

Wenn es Euch interessiert, wie so ein Aufbau vonstatten geht, dann schaut mal in das folgende Video rein – auch der Bau der Thermobodenplatte ist hier festgehalten.

Der Schöpfer dieses Filmchen, mein lieber Schwiegerpapa, hat die Aufbautage mit der Kamera begleitet und den Film dann für uns mit mexikanischer Musik hinterlegt… Heino mit dem “Niedersachsenlied” kam auch noch dran, aber aus rechtlichen Gründen kann ich Euch leider nicht in den Genuss dieser musikalischen Sahnestückchen kommen lassen. Womöglich fragt dann auch noch einer nach Bier und Tequila…! 

Hier geht’s zum Video:

Na, wenn das mal nicht Lust auf Hausbau macht… 

Allerdings, so schön und fertig es aussieht, der Eindruck täuscht!
Von Innen gibt es noch Einiges zu tun!

Zusammen mit Elektriker und Haustechniker gingen wir gleich am folgenden Tag nach Ankunft in Deutschland durch’s Haus und besprachen weitere Details.
(Let’s pray, ich hab in der Schwedenhütte genug Steckdosen verteilt!!)

Wenn diese mit Ihrer Arbeit durch sind, werden anschließend die Wände geschlossen und verspachtelt und zum Bauherren-Glück fehlt dann eigentlich nur noch die Treppe… Naaa, und die ein oder andere Fliese, Parkettdiele und Toilettenschüssel!

Letztere Dinge auszuwählen war für uns wirklich ein bisschen Qual – wegen der riesigen Auswahl und den wenigen Tagen, die uns dafür zur Verfügung standen. Aber langsam kommt alles zusammen. Wollen wir hoffen, dass unser Projekt Hausbau aus dem Ausland ein gutes Ende nimmt!

Spannend wird es erneut für uns, wenn dann im kommenden Frühjahr noch die zwei fehlenden Nebengebäude (aka Gerätehaus mit Wäscheplatz und Carport mit Werkstatt) aufgestellt werden. 

Na und noch spannender, wenn wir im Sommer vor unserem Traumhaus stehen und Ausschau nach einem weiteren letzten LKW halten dürfen. Nämlich dem, der unsere 7 (+3.256) Sachen von Mexiko nach Deutschland bringt. 

To be continued.

Eure Buntlocke

 

 

 

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